Am 13.05.2016 – so weiß mein Reisetagebuch zu berichten – saßen wir am Ufer des Okavango im Caprivi Strip, und planten am nächsten Tag nach Botswana einzureisen um ein paar Tage auf einer einsamen Camp Insel mitten im Okavango Delta zu verbringen. Es ist genau ein Jahr her.




Es verschlägt nicht viele Touristen in diese Gegend, in der Angola, Namibia und Botswana aufeinander Treffen. Ein verlängerter Arm Namibias, eine Grenze deren Geschichte doch etwas fragwürdig ist. Wie kamen also wir hier her? Nun, dafür muss man eigentlich noch ein weiteres Jahr zurück gehen.

2015 besuchten wir unseren Freund Philipp in China. Peking – Xi’an – Shanghai – Hongkong. Eine tolle Reise über die es sicher auch noch einen Post geben wird. In Xi’an, beim Besuch der Terrakotta Armee, lernten wir im Bus zwei Norwegerinnen kennen die sich auf Weltreise befanden. Sie schwärmten von Afrika, und von einer Camping Tour die sie dort mit einer südafrikanischen Reiseagentur durch Südafrika, Namibia, Botswana und Zimbabwe gemacht haben. Es klang wirklich fantastisch und so haben wir noch im Urlaub beschlossen, dass der nächste Urlaub nach Afrika gehen soll.

Kapstadt – es geht los

Gestartet sind wir also Ende April 2016 im wunderschönen Kapstadt. Die Stadt hat wirklich viel zu bieten, man fühlt sich sicher, das Meer ist rau und die Sonne warm. Hier lässt es sich aushalten. Nach einer kleinen Erkundungstour auf eigene Faust lernen wir am Nachmittag auch schon unsere Gruppe kennen. Von 16 Leuten sind 8 Norweger, alle Studenten – die Tour scheint dort wirklich sehr beliebt zu sein. Hinzu kamen 2 Belgier gehobenen Alters, 1 junge Schweizerin, und der Rest, klar, Deutsche. Begleitet würden wir die nächsten 4 Wochen von 2 guides – Paul und Eric – sowie einem großen, etwas durchgesessenen Truck.

Die ersten zwei Tage verbringen wir noch in der Nähe von Kapstadt, fahren ein wenig die garden route entlang und besteigen den Tafelberg. Alles im Rahmen weniger Stunden Fahrtzeit – das sollte sich noch ändern, aber das war uns ja bewusst.

Die erste lange Tour waren 8 Stunden Fahrt durchs nirgendwo nach Hondeklip Bay, einem im Mai doch recht verlassenen Ferienort an der westlichen Küste Südafrikas. Ein wenig hat mich diese Tour doch dazu gebracht zu hinterfragen, ob gute 7.000km in gerade einmal 4 Wochen wirklich eine gute Idee sind – das örtlichen lag in Nebelschwaden und kalt war es auch – doch zum Glück wurde es von da an täglich spannender, besser, wärmer.

Mein Reisetagebuch – Heute vor genau einem Jahr, an der Grenze zu Botswana.

Am folgenden Tag ging es dann, mit immer mehr Hitze im Bus, bis zum Orange River – der Grenze zwischen Südafrika und Namibia. Hier würden wir zwei Tage lang mit dem Kanu den Fluss abfahren und unter freiem Himmel am Ufer schlafen. Das Abenteuer ging so richtig los, auch wenn der Herzmann und ich uns an Tag 2 nach vielen Stunden im Kanu doch auch mal weniger gut verstanden….

Die Reise würde uns noch quer durch Namibia bringen – Sossuvlei Nationalpark, Swakopmund, Etosha Nationalpark, und über den Caprivistrip zwischen Angola und Botswana. Dünenwanderungen in gleißender Hitze, die erste echte Wüste die ich je gesehen habe und die schöner war als ich es mir je vorstellte, riesige Austern zum Abendessen und all die wundervollen Tiere. Besonders beeindruckend waren für mich die Elefanten und die Großkatzen, allen voran der Leopard der sich mit einer Hyäne anlegte.

Heute vor genau einem Jahr sollten wir Namibia dann verlassen. Rüber in das wildere, schönere, aber auch wesentlich weniger organisierte Botswana. Es würde alles noch viel abenteuerlicher werden, mit Elefanten aus nächster Näher (zunächst am Straßenrand, dann direkt vor uns bei einer Wanderung im Delta), einem Cessna Flug, und noch eine Landesgrenze weiter eine hautnahe Begegnung mit Nashörnern und einem Skorpion der mich in den Rücken stach. Aber davon wussten wir noch nichts an diesem Abend, heute vor einem Jahr. Davon erzähle ich ein andermal.




 

 

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