Das Svalbard Global Seed Vault, oder auf Deutsch der Weltweite Saatgut-Tresor auf Spitzbergen, ist ein Projekt des Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt (engl. Global Crop Diversity Trust, GCDT) zur langfristigen Einlagerung von Saatgut zum Schutz der Arten- und Varietäten-Diversität von Nutzpflanzen. Sozusagen die Rettung, wenn einmal alles schief läuft hier auf der Erde – denn der Tresor sollte gegen alle möglichen Katastrophen geschützt sein, und es so auch in vielen Jahren noch der Menschheit ermöglichen, im Notfall mit ein paar Körnern die Landwirtschaft und Ernährung der Welt von vorn zu starten und zu ermöglichen. Ein großes Ziel.



Es befindet sich am Platåberget (dt. Plateauberg) in der Nähe der Stadt Longyearbyen auf der Insel Spitzbergen (norw. Svalbard). Im Permafrost des hohen Nordens sollte also nicht viel passieren – oder zumindest war das der Plan als man das Gebäude 2007 feierlich eröffnete.

Wie der Guardian jetzt jedoch berichtete, hat die Menschheit (mal wieder?) nicht mit dem Klimawandel gerechnet. So kam es, dass bei überhöhten Durchschnittstemperaturen auf Spitzbergen soviel Eis und Schnee geschmolzen sind, dass diese in den Eingangsbereich des Tresors eindringen und dort wieder festfrieren konnten. Zum Glück hat es das Wasser nicht bis in die „Vorratskammer“ geschafft, so das kein Saatgut verloren gegangen ist. Das Eis konnte mittlerweile wieder entfernt werden – aber der eigentlich als autark funktionierende Bunker muss nun 24 Stunden am Tag überwacht werden. Zusätzliche Gräben sollen das Eindringen von Wasser verhindern, und wärme abgebende elektrische Geräte entfernte man nach Möglichkeit aus dem Tunnel.



Fotocredit Beitragsbild: von Dag Terje Filip Endresen from Oslo, Norway (Seed Vault Entrance) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons




KONTAKT

Du willst uns etwas mitteilen? Kein Problem, schick uns hier eine e-mail.

Sending

©2017 Zinedipity. All die Dinge von denen ich nie wusste, dass ich sie schreiben würde.

Log in with your credentials

Forgot your details?